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| modellbahn-fokus.de - Archiv |
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Im Fokus |
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Baureihe 92.2-3 von Liliput |
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Vorbild |
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Die Badische Staatsbahn beschaffte von 1907 bis 1921 in sieben Bauserien insgesamt 98 D-gekuppelte Lokomotiven der Gattung Xb für den Rangier- und Güterzugdienst.
Das Erscheinungsbild der Maschinen war charakterisiert durch den T-förmigen, teils in den Rahmen eintauchenden Wasserkasten und das Verbindungsrohr zwischen den Domen.
Die Xb bildeten den Schlusspunkt der Entwicklung badischer Rangierlokomotiven. Sie bewährten sich so gut, dass die Deutsche Reichsbahn noch 90 Exemplare als Baureihe 92.2-3 in ihren Bestand übernahm.
Einsatzgebiet war zunächst die Reichsbahndirektion Karlsruhe, spätere Beheimatungen erfolgten in Offenburg, Freiburg und Haltingen.
Die Deutsche Bundesbahn übernahm noch knapp 80 Lokomotiven in ihren Bestand und setzte sie in den Bw Basel (Bad. Bf), Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Offenburg und Villingen ein. In den 1950-er Jahren setzte verstärkt die Ausmusterung ein; 1959 waren noch 47 und im Jahr 1963 noch 13 Lokomotiven im Bestand.
Als letzte Maschine der DB wurde 92 319 am 25.4.1966 ausgemustert. Auch bei der DR gab es zwei badische Xb: 92 214 fand sich bei Kriegsende im Bw Hoyerswerda wieder und 92 310 stand bis 1955 im Bw Aschersleben im Einsatz. |
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Modell |
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Erster Eindruck: |
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Nur vorsichtig auspacken, schießt es einem durch den Kopf, wenn man die kleine Rangierlok mit dem markanten Verbindungsrohr zwischen den Domen aus ihrer sicheren Blisterverpackung heben möchte, um sie von allen Seiten bestaunen zu können. Aber die zahlreichen extra angesteckten Teile und Griffstangen sind aus stabilem schlagfestem Kunststoff und halten schon etwas aus.
Wie ihr Vorbild, wirkt auch das Modell mit dem niedrigen Führerhaus und dem geschlossenem Rauchkammerträger recht kompakt.
Auf den ersten Blick macht das Modell einen harmonischen Eindruck, lediglich die rote Farbgebung des Fahrwerks glänzt ein wenig stark.
Der Verpackung liegen Zurüstteile für die Pufferbohlen und ein kleines Tütchen "Echtkohle" bei. Die Bedienungsanleitung mit Explosionszeichnung und Ersatzteilliste ist übersichtlich und ausreichend. |
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Ausführung: |
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Fahrgestell, Räder, Kuppelstangen und Steuerung sind aus Metall gefertigt, der Kessel und die Aufbauten aus schlagfestem Kunststoff. Alle Leitungen und Griffstangen sind einzeln angebracht. Sie bestehen bei geraden Leitungen aus Draht, bei gebogenen Rohren, wie den Sandfallrohren, aus Kunststoff.
Der wuchtige Eindruck der durch den geschlossenen Rauchkammerträger und dem Führerhaus entsteht, wird durch einen freien Durchblick zwischen Kessel und Rahmen aufgelockert und gibt der kleinen Lok etwas Elegantes.
Eine Leistung der Kunstoff-Technik stellt das Gestänge zum Betätigen der Pfeife auf dem Dach des Führerhauses dar. Trotz der filigranen Ausführung zeigt es sich beim ungünstigen Anfassen des Modells doch als recht stabil.
Das Führerhaus selbst wartet mit einer kompletten Inneneinrichtung, eingesetzten Fenstern und angesetzten Windabweisern auf.
Steuerung und Radreifen sind schwarzvernickelt, wobei die Steuerung ein gutes Finish erhalten hat. Die Lackierung von Kessel und Führerhaus ist in einem mattem Schwarz gehalten und wirkt sehr authentisch. Durch die Metallausführung und Vernickelung vermittelt die Steuerung einen frisch geölten Eindruck. Lediglich das Rot der Räder und des Fahrwerks wirkt ein wenig zu stark. |
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Technik: |
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Der Antrieb erfolgt durch einen fünfpoligen schräggenuteten Motor mit Schwungmasse, der sich komplett im Kessel befindet und von der Stehkesselrückwand abgedeckt wird.
Der Motor treibt über ein Schnecken-/Stirnrad-Getriebe die hintere Kuppelachse an, von der ein Radsatz mit einem Haftreifen versehen ist.
Die anderen Radsätze werden über die Kuppelstangen mitgenommen.
Federnde Kontaktbleche nehmen den Strom von allen Rädern ab und reichen ihn an die Unterseite der Verteilerplatine weiter.
Für die Nachrüstung der Lok mit einem Decoder ist eine 21-polige Schnittstelle vorhanden, zu der Liliput optional einen Adapter für achtpolige Decoder anbietet.
Die beidseitige Zweilicht-Spitzenbeleuchtung erfolgt durch gelbe LEDs, die auf der Verteilerplatine fest verlötet sind. Das gelbe LED-Licht mag für die Epoche II Ausführung mit Gasbeleuchtung optimal erscheinen, bei den Modellen mit elektrischer Beleuchtung der Epoche III, wären jedoch weiße LEDs wünschenswert.
Die Fahreigenschaften sind in allen Geschwindigkeitsbereichen seidenweich. Motor- und Getriebegeräusche sind so gut wie überhaupt nicht wahrnehmbar. |
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Varianten: |
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Neben der DRG Ausführung (Art. Nr. L131352) der Baureihe 92 liefert Liliput das Modell auch in weiteren Versionen.
L131372 Ausführung als 92 202 DR, Eopche II mit eingebautem Digital-Decoder (ESU-Lokpilot)
L131362 Ausführung als 92 202 DR, Eopche II für Wechselstrom mit eingebautem Digital-Decoder (ESU-Lokpilot)
L131354 Ausführung als 92 231 DB, Epoche III
L131364 Ausführung als 92 231 DB, Epoche III mit eingebautem Digital-Decoder (ESU-Lokpilot)
L131350 Ausführung als Badische Xb 366, Epoche I.
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